Wärmedämmung in Gotteshäusern

In der jährlich erscheinenden Statistik über die Heizeffizienz von Gebäuden, schneiden moderne Bürokomplexe deutlich am besten ab. Bei der Projektierung werden Isolierung, Heizenergie und die Kerndämmung als Budgetposten berücksichtigt und gelten maßgeblich als Kriterium bei Machbarkeitsstudien. Zu lange wurde die Energierückhaltung als Kosteneinsparung unterschätzt und vernachlässigt. Dies kommt ganz besonders bei älteren Gebäuden zum Ausdruck. Einfamilienhäuser stehen beispielsweise weit unten in der Rangliste. Sie weisen bezüglich Dämmung und Isolierung die größten Mängel auf und selbst bei der Renovation werden diese Punkte zu Gunsten ästhetischer Gesichtspunkte geopfert. Dabei ist klar, dass Wärmedämmung nicht nur rentabel, sondern auch sehr diskret in die Renovation von Dach und Haus integriert werden kann.

Dachgiebel
Noch schlimmer um die Energienutzung steht es in den hiesigen Kirchen. Einerseits dem physikalischen Gesetz ausgeliefert, wonach Wärme steigt, andererseits durch die Größe der zu beheizenden Räumlichkeit haben es Kirchen besonders schwer, Kosten für Heizung und das Bedürfnis der Kirchenbesucher unter einen Hut zu bringen. Wo keine zusätzlichen Heizkosten anfallen dürfen, ist es deshalb unabdingbar, andere Maßnahmen, wie die Dämmung mittels Kerndämmung zu prüfen. Diese Art der Isolierung hat sich an den bisher renovierten Kirchen als Kosteneffizient dargestellt. Die Heizkosten konnten einerseits gesenkt werden, andererseits stieg die Durchschnittstemperatur der nur gelegentlich genutzten Räume deutlich an. Experten sind der Meinung, dass wenn die Zurückhaltung von Wärme in sämtlichen Kirchen durchgeführt würde, eine enorme Einsparung von Heizenergie möglich sei. Die Rückgewinnung von Wärme durch Isolation hat sich unter Anwendung der Wärmedämmung, respektive der Kerndämmung als besonders rentabel erwiesen. Die Betriebskosten konnten gesenkt werden und haben dazu geführt, dass sie Kosten für die Investition schon nach wenigen Jahren wieder eingespielt wurden. Nach rund fünf Jahren hat die Einsparung die Kosten vollends gedeckt und es resultiert punkto Wirtschaftlichkeit sogar ein ausgewiesener Gewinn. Das gilt auch oder ganz besonders für Kirchen. Betrachtet man diese als Kostenpunkt in der Gemeinde, spricht nichts dagegen, dass auch hier Investitionen eingeleitet werden, die dem Gemeinwohl langfristig zuträglich sind. Zweifelsohne besteht angesichts der statistisch belegten Unternutzung der Kirchenräumlichkeiten Handlungsbedarf. Ein erster Schritt ist dabei sicherlich die Kerndämmung, die von Profis heutzutage mittels Einblastechnik kostengünstig durchgeführt werden kann. Diese Umbauarbeiten können Betriebsbegleitend erbracht werden, so dass der Kirchenbetrieb – wie auch in anderen Gebäuden, der alltägliche Betrieb – nicht vollständig unterbrochen werden muss. Zu Beachten gilt bei dieser Rechnung, dass eine Vielzahl von Kirchen gar nicht durch Heizkörper gewärmt wird. Hier gilt die Isolierung von Dach und Fassade, wie auch die Kerndämmung regelmässig genutzter Räume, als besonders wichtig. Es sollte der Rat von Fachleuten der Wärmedämmung heran gezogen werden, damit auch hier eine langfristige Kostendeckung erzielt werden kann. 

Nicht nur Kirchen profitieren von Wärmedämmung und Kerndämmung, auch in privaten Häusern und Bürokomplexen kann heute durch Isolierung und Dämmung, Wärme gespeichert werden. Der Bedarf an Heizenergie wird gesenkt, besonders da, wo keine teure Heizung Installiert werden kann.