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Kirchen in Deutschland
Zum architektonischen Kulturgut in Deutschland gehören auch zahlreiche Kirchen. Als Paradebeispiel dafür kann
man wohl mühelos den Kölner Dom heranziehen. Aber auch jenseits dieses weltbekannten Bauwerks befinden sich noch
zahlreiche andere Kirchen in Deutschland, die einen Besuch wert sind. So bietet das Münster in Ulm den höchsten
Kirchenturm der Welt! Mit 161 m ragt er stattlich in die Höhe. Und nicht selten waren diese kirchlichen Bauwerke
auch Zeitzeugen wichtiger geschichtlicher Ereignisse. So wurden im Dom Sankt Bartholomäus in Frankfurt am Main
früher die deutschen Kaiser gekrönt.
Wenn es nach den Bauwerken geht, so kann man der Institution "Kirche" immer noch die Größe von einst bescheinigen.
Die Realität sieht jedoch ein wenig anders aus. So tendieren immer mehr Leute dazu, ihren Glauben abseits der
Gemeinden und Pfarrer zu pflegen. Dies lässt sich deutlich an den tendenziell sinkenden Mitgliedszahlen, sowohl bei
der katholischen als auch bei der evangelischen Kirche, ablesen. Sind die unergründlichen Wege des Herren also auch
abseits der Kirche zu finden? Scheinbar schon, denn für immer mehr Menschen wird Gott zur Privatsache. In Umfragen
zeigt sich nämlich, dass mitnichten ein schwindender Glaube im großen Stil vorliegt. Auch heute noch glauben viele
an Gott. Allerdings tun dies immer mehr Menschen abseits des kirchlichen Gottesdienstes.
Wie man seinen persönlichen Glauben auslegt, dafür gibt es (entgegen allzu orthodoxer Kirchendoktrin) kein Patent.
Insofern muss es die Kirche wohl hinnehmen, dass immer mehr Schäflein abseits der Herde wandern, um ihren Weg zu
finden. Doch solange sich dieser Prozess noch verhältnismäßig schleichend vollzieht, wird dies der Kirche wohl kaum
wirklich weh tun. Auch heute noch ist die Kirche größter Grundbesitzer der Erde! So hat die Kirche längst nicht nur
Anteil an dem Grund und Boden, der durch sakrale Bauten geziert wird. Überhaupt sitzt man in der Kirche, allem
voran im Vatikan, auf einem beachtlichen Geldschatz. Diesbezüglich hat die römisch katholische Kirche in der
Menschheitsgeschichte ja kaum eine Chance verstreichen lassen, um ihren Stich zu machen. Von dem Gold, was sich bei
diesen Gelegenheiten angehäuft hat, zerrt die Kirche mitunter heute noch. Zahlreiche kritische Kirchenhistoriker
haben etliche Beispiele aufgezeigt und belegt, bei denen die Kirche eine sehr unwürdige aber höchst rentable Rolle
gespielt hat, wenn es darum ging, den eigenen Wohlstand zu mehren. So verdiente insbesondere die römisch
katholische Kirche besonders kräftig am Sklavenhandel mit. Und auch kirchliche Unternehmungen, wie die Kreuzzüge,
der Zehnt, die Hexenverfolgungen sowie die allgemeine Verfolgung anders Denkender zielten auch immer insbesondere
auf die Mehrung des Reichtums ab. Mitunter ist es diese dunkle Vergangenheit, für die sich die Kirche nie
entschuldigt oder angemessen Buße getan hat, die ihr heute immer mehr Schäfchen abhanden kommen lässt.
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